Erhalt der Frauenklinik in Staßfurt

Am 21.03.2001 um 15:30 Uhr wurde von verschiedenen Interessensverbänden zu einer Demonstration vor dem "Sparkassen Schiff" aufgerufen.
Das links abgebildete Objekt, welches erst nach der Wende total mit erheblichem finanziellen und emotionalen Arrangement saniert wurde, soll für immer geschlossen werden. Alle werdenden Mütter oder kranken Frauen sollen sich dann in Aschersleben "bearzten" lassen. Das geht an das Gemüt nicht nur der Frauen aus Staßfurt und Umgebung.

Staßfurt hat keinen Bahnhof mehr!
Staßfurt hat kein Kino mehr!
Staßfurt hat kein Amtsgericht mehr!
Staßfurt hat keine Krankenhausverwaltung mehr!
Dafür hat Staßfurt eine unbelebte Innenstadt.
Das mögen die Gründe sein, weshalb die Demonstration so gut besucht war.

In vielen Geschäften in Staßfurt und Umgebung liegen Listen aus. Hier kann man sich durch eine Eintragung für den Erhalt der Frauenklinik aussprechen.

Alle Redner parteiübergreifend, wie hier der Bürgermeister, waren der Meinung, der Standort Staßfurt muss erhalten bleiben. Dafür gab es immer kräftigen Applaus. Nun gab es aber Stimmen aus der demonstrierenden Menge, die wünschten sich, dass der Landrat, welcher im Gebäude anwesend war, eine Stellungnahme abgibt. Da forderte der Bürgermeister die Menge auf, fair zu bleiben. Nun verstehe ich nicht, was daran unfair ist.
Der Landrat - Herr Leimbach - wurde nach mehrmaligem hin und her informiert, aber er kam nicht.
Kein Applaus!!

Einige Frauen sagten ihre Meinung zu diesem Problem. Viele Frauen wollen, dass ihre Kinder in Staßfurt geboren werden und nicht auf der Landstraße zwischen Staßfurt und Aschersleben. Viele Staßfurter, deren Geldmittel begrenzt sind und kein Fahrzeug besitzen, sehen einen Verwandtenbesuch dann als eine Finanzielle Belastung. Und Menschen, die ein Fahrzeug besitzen, wissen nicht, wo sie in Aschersleben am Krankenhaus parken können. Gegen 16:00 Uhr war Kundgebung beendet. Können wir nur hoffen, dass das nicht umsonst war. Ich möchte mit diesem kleinen Beitrag im Internet dazu beitragen. Immerhin kann das Internet weltweit aufrufen, wenn ich auch ausschließe, dass sich im Tokio jemand dafür interessiert.

G.M.